Das IoT bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, doch ein Aspekt, über den selten gesprochen wird, ist die Frage, wie das IoT die Sicherheit in Betrieben verbessern kann. Durch die Kombination von IoT-Technologie und Big-Data-Analysen lassen sich Sicherheit und Schutz optimieren, indem Kennzahlen wie Mitarbeiterabwesenheiten, Fahrzeugunfälle, Sachschäden, Beinaheunfälle, Verletzungen sowie alle Verluste oder Schäden, die im Rahmen des normalen Tagesgeschäfts auftreten, überwacht werden.

Wenn die Erfassung allein dem Menschen überlassen bleibt, können viele dieser Kennzahlen oft durch das Raster fallen, da sie entweder gar nicht oder nur unvollständig gemeldet werden. Das IoT ermöglicht insgesamt mehr Sicherheit, indem es Echtzeit-Einblicke in diese Schlüsselbereiche gewährleistet. Auftretende Probleme können sofort behoben werden, wodurch die Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften sowie Umweltbelangen sichergestellt wird.

Wo liegen die Lücken in Ihrer Berichterstattung?

Der Schlüssel liegt darin, Prozesse zu überwachen, die Daten liefern, die aus betrieblicher Sicht nützlich sind. Ein guter Ausgangspunkt ist es, genau zu ermitteln, wo in Ihrem Unternehmen Probleme mit der Transparenz bestehen, da Sie hier den größten Nutzen erzielen werden.

Wearables bieten Lösungen für die Sicherheit der Mitarbeiter

Arbeitsunfälle sind ein gutes Beispiel, da kleinere Verletzungen oft nicht gemeldet werden. Manchmal entwickeln sie sich im Laufe der Zeit zu größeren Problemen, doch die Schwierigkeit besteht darin, ein größeres Problem mit einem früheren Vorfall in Verbindung zu bringen.

IoT-Wearables können eine Lösung für dieses Problem bieten, da die Mitarbeiter ständig auf verschiedene Gesundheitsparameter hin überwacht werden, darunter Herzfrequenz, Bewegung, Aktivität, Ermüdung, Stress und so weiter. Sie bieten zudem die Möglichkeit, wichtige Sicherheitsinformationen zu übermitteln, wodurch die Versicherungskosten für Haftpflichtansprüche gesenkt und die Compliance in der gesamten Belegschaft verbessert werden. Einige neuere IoT-Wearables können sogar die CO2- und Schwefeldioxidbelastung überwachen und so sicherstellen, dass die Mitarbeiter innerhalb akzeptabler Grenzwerte bleiben.

Digitales Tagging kann ebenfalls dabei helfen, den Überblick über die Belegschaft zu behalten. Speziell auf risikoreiche Branchen wie den Bergbau ausgerichtet, würde die Tagging-Technologie dem Management genau mitteilen, wer sich auf der Baustelle befindet, wie lange die Personen bereits dort sind, und sicherstellen, dass im Notfall niemand vergessen oder zurückgelassen wird.

IoT und Sicherheit in der vernetzten Fabrik

Sicherheit ist eine ständige Herausforderung des IoT, da viele böswillige Angreifer die Technologie als einfachen Zugangspunkt zu den Daten eines Unternehmens betrachten. Angesichts der Vielzahl unterschiedlicher Anbieter und Sicherheitsprotokolle sowie fehlender Standardisierung ist dies ein berechtigter Grund zur Sorge.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, müssen Betriebstechnik und IT untrennbar miteinander verbunden sein, um jeglichen unbefugten Zugriff zu verhindern. Die Sicherung der Anlagenausrüstung ist entscheidend, doch angesichts der Verbreitung von BYOD-Richtlinien ist es ebenso wichtig, darauf zu achten, wie persönliche Geräte und deren Sicherheit (oder deren Fehlen) mit den Unternehmensprozessen interagieren.

Beispielsweise könnte ein Mitarbeiter sein Smartphone zur Überwachung eines Prozesses nutzen, doch das Gerät ist mit Malware infiziert und setzt so das Unternehmensnetzwerk einem Angriff (unsicher) aus, der so aussieht, als käme er vom Mitarbeiter (sicher).

Mit einer klar definierten Gerätesicherheitsrichtlinie lässt sich dies vermeiden, doch ist es unerlässlich, dass die Mitarbeiter die potenziellen Folgen verstehen und Strategien zur Aufrechterhaltung der Sicherheit erlernen.

Weitere Maßnahmen, die in Betracht gezogen werden sollten, sind:

  • Einhaltung der IEC 62443-Cybersicherheitsstandards im Anlagenbetrieb
  • Sicherstellung, dass alle IoT-Lösungen nach den Achilles-Praktiken und -Systemen zertifiziert sind
  • Implementierung eines geschlossenen Systems zur Abwehr externer Bedrohungen
  • Kontinuierliche Aktualisierung von Sicherheitssystemen und -protokollen gemäß den neuesten Sicherheitsstandards

Wenn Sie mehr über das IoT in der vernetzten Fabrik erfahren möchten, kontaktieren Sie uns noch heute.