Die neue Realität verteilter betrieblicher Abläufe 

Die meisten Unternehmen agieren in einem Umfeld, das von Unsicherheit geprägt ist. Lieferketten erstrecken sich heutzutage über Kontinente hinweg, Standorte sind zunehmend verteilt und Beschäftigungsmodelle entwickeln sich ständig weiter. Störungen, sei es durch Netzwerkausfälle, geopolitische Ereignisse, Wetterbedingungen oder eine sich verändernde Kundennachfrage, sind mittlerweile Teil des täglichen Geschäftsbetriebs geworden. Angesichts dieser Realität können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, Etikettierungssysteme zu nutzen, die vollständig von einem einzigen Infrastrukturmodell abhängig sind. 

Die Debatte zwischen Cloud- und On-Premise-Software wird seit Jahren in der Technologiebranche geführt. Wenn es jedoch um geschäftskritische Etikettierungsvorgänge geht, wird die Antwort immer deutlicher: Unternehmen benötigen beides. Eine hybride Etikettierungsarchitektur bietet die Ausfallsicherheit, Flexibilität und Konsistenz, die zur Unterstützung moderner Betriebsabläufe erforderlich sind, und gewährleistet gleichzeitig, dass Produktions-, Lager- und Vertriebsaktivitäten unterbrechungsfrei weiterlaufen. 

 

Warum einheitliche Etikettierung während der Skalierung schwieriger wird 

Die Etikettierung mag wie ein kleiner Teil der Lieferkette erscheinen, sie bildet aber die Grundlage für alle nachfolgenden Schritte. Wenn Etiketten nicht präzise und einheitlich erstellt werden können, hat dies unmittelbare Auswirkungen auf nachgelagerte Prozesse wie Produktion, Kommissionierung, Versand, Bestandsverwaltung und Auftragsabwicklung. Die Aufrechterhaltung dieser Kontinuität über mehrere Standorte hinweg ist eine der größten Herausforderungen, denen Unternehmen heute gegenüberstehen. 

Wie Bob Conti, VP Media Sales beiDecisionPoint, erklärt: „Die Gewährleistung einer einheitlichen Etikettierung über mehrere Standorte hinweg wird komplex, wenn Systeme, Netzwerkumgebungen und Prozesse variieren. Unternehmen haben oft Schwierigkeiten, Etikettenvorlagen, Daten und Aktualisierungen über verteilte Betriebsstandorte hinweg synchron zu halten, insbesondere wenn die Netzwerkanbindungen von Standort zu Standort unterschiedlich sind. Diese Inkonsistenzen können zu Verzögerungen führen, Compliance-Risiken erhöhen und kostspielige Betriebsfehler verursachen.“ 

Besonders problematisch sind Herausforderungen im Bereich der Konnektivität für Unternehmen mit globalen Aktivitäten oder Standorten in abgelegenen Regionen. Ein ausschließlich auf die Cloud ausgerichteter, zentralisierter Ansatz mag zwar Einfachheit bieten, kann jedoch auch Abhängigkeiten schaffen, die bei einer Unterbrechung des Netzwerkzugangs zu Schwachstellen werden. Die ausschließliche Nutzung von On-Premise-Systemen kann hingegen die Skalierbarkeit einschränken und die Unterstützung von entfernten Standorten, temporären Einrichtungen sowie Lieferanten und externen Partnern erschweren. 

 

Warum Unternehmen auf Hybrid-Etikettierung setzen 

Angesichts der Einschränkungen, die sowohl reine Cloud- als auch On-Premise-Umgebungen mit sich bringen, setzen viele Unternehmen für die Etikettierung auf hybride Systeme. 

Laut Conti „entscheiden sich Kundinnen und Kunden für eine Hybrid-Etikettierung, weil sie damit Skalierbarkeit, Flexibilität und Kontrolle in unterschiedlichen Betriebsumgebungen in Einklang bringen können. Zentrale Einrichtungen können die Leistung, Sicherheit und umfassende Integration nutzen, die typischerweise mit On-Premise-Bereitstellungen verbunden sind, während Cloud-Funktionen den Zugriff auf Etikettierungsfunktionen auf entfernte Standorte, verteilte Teams und temporäre Betriebsabläufe ausweiten.“ 

Ein hybrider Ansatz spiegelt die tatsächlichen Abläufe moderner Unternehmen wider. Lager, Produktionsstätten, Distributionszentren und externe Logistikdienstleister haben selten identische Infrastrukturanforderungen. Einige Standorte erfordern lokale Kontrolle und unterbrechungsfreien Betrieb, während andere von einer schnellen cloudbasierten Bereitstellung und einer zentralisierten Verwaltung profitieren. Hybrid-Etikettierung bietet die Flexibilität, beides zu unterstützen, ohne Unternehmen zu einer „Alles-oder-nichts“-Entscheidung zu zwingen. 

 

Globale Einheitlichkeit bei gleichzeitiger lokaler Flexibilität 

Genau hier bietet die Etikettenverwaltungsplattform „BarTender“ von Seagull Software einen erheblichen Mehrwert. Da BarTender optional eine hybride Architektur bereitstellt, können Unternehmen Vorlagen, Geschäftsregeln und Etikettierungsstandards zentral verwalten und gleichzeitig die lokale Ausführung dort unterstützen, wo die betriebliche Kontinuität von entscheidender Bedeutung ist. Das Ergebnis ist globale Konsistenz, ohne dass die lokale Leistung beeinträchtigt wird. 

Durch die Kombination von zentraler Steuerung und dezentraler Umsetzung können Unternehmen sicherstellen, dass alle Standorte, Partner und Lieferanten nach denselben genehmigten Standards für die Etikettierung arbeiten, und gleichzeitig die Flexibilität bewahren, die zur Erfüllung lokaler betrieblicher Anforderungen erforderlich ist. 

 

Resilienz für das Unerwartete aufbauen 

Am wichtigsten ist vielleicht, dass Hybrid-Etikettierung die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen stärkt.  

„Hybrid-Etikettierung verbessert die Verfügbarkeit und die betriebliche Kontinuität, indem sie die Abhängigkeit von einem einzelnen System oder Netzwerk verringert“, sagt Conti. „Die Betriebe können auch bei eingeschränkter Netzwerkverbindung weiterhin lokal Etiketten produzieren, während zentralisierte Systeme die Steuerung und Konsistenz unternehmensweit gewährleisten.“ 

Diese Fähigkeit erweist sich insbesondere in Zeiten von Störungen als besonders wertvoll. Sei es, um saisonale Nachfragespitzen mit temporären Lagerflächen abzufedern, den Betrieb in Regionen mit unzuverlässiger Netzanbindung zu gewährleisten oder auf unerwartete infrastrukturelle Herausforderungen zu reagieren: Unternehmen müssen sich schnell anpassen können, ohne Abstriche bei der Etikettiergenauigkeit oder der betrieblichen Leistungsfähigkeit zu machen. 

 

Ist die Zukunft hybrid? 

Bei der Zukunft der Etikettierung geht es nicht um die Wahl zwischen Cloud und On-Premise. Vielmehr geht es darum, eine flexible Architektur zu schaffen, die die Stärken beider Lösungen nutzt. Unternehmen, die auf Hybrid-Etikettierung setzen, können sicher skalieren, die Betriebsbereitschaft auch bei Störungen aufrechterhalten und einheitliche Etikettierungsstandards an allen Standorten und bei allen Partnern gewährleisten. 

In einer von Unsicherheit geprägten Welt ist Resilienz nicht mehr nur ein Wettbewerbsvorteil, sondern eine geschäftliche Notwendigkeit. Hybrid-Etikettierung bietet einen praktischen Weg in die Zukunft und hilft Unternehmen dabei, die betriebliche Kontinuität aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die nötige Flexibilität zu gewährleisten, um sich auf alles vorzubereiten, was die Zukunft bringen mag.  

Scotty Lee ist Senior Program Manager bei Seagull Software und verantwortlich für die Steuerung der Partnerstrategie und der Partnerprogramme im gesamten BarTender-Ökosystem.

 

Vorgestellte Partner

DecisionPoint Technologies